Manche Korrekturen können nur mit festsitzenden Apparaturen durchgeführt
werden. Die festsitzende Klammer kann nicht durch eine herausnehmbare
ersetzt werden, wenn zum Beispiel auch die Wurzel der Zähne bewegt
werden, die Zahnachse verändert oder ein gedrehter Zahn rotiert werden
muss. Auch verlagerte, zu lange oder zu kurze Zähne können nur mit Hilfe
von festsitzenden Apparaturen korrigiert werden.
Die festsitzenden Klammern bestehen aus kleinen Halteelementen
(Brackets), die auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Sie bewirken mit
Hilfe von Drähten, durch die sie miteinander verbunden sind, daß sich
die Zähne langsam an die gewünschte Stelle bewegen.
Heute gibt es viel modernere Brackets als die althergebrachten,
metallfarbenen und meist sehr großen Standardbrackets und ebenso
moderne, superelastische und zahnschonende Drähte, sog. „Bögen“.
Transparente, unscheinbare und zahnfarbene Keramikbrackets:
Diese können kombiniert werden mit weißen Drähten. Keramikbrackets
behalten (im Gegensatz zu den billigeren Kunststoffbrackets) ihre
Ästhetik, weil sie sich nicht verfärben.
Speed- und Minibrackets:
Besonders kleine, grazile Miniaturbrackets. Sie sind bis zu dreimal
kleiner als herkömmliche Brackets und dadurch ästhetischer. Zudem sind
sie hygienischer, weil die Zähne wegen des besonderen Bracketdesigns
leichter sauber zu halten sind.
Speed-Brackets verkürzen die Behandlungsdauer und bewirken eine
gleichmäßige, sanftere,kaum spürbare Kraft. Dadurch sind die Beschwerden
geringer. Diese Brackets verfügen über eine technisch revolutionäre
Verschlusstechnik, die es den Drähten ermöglicht, effizienter und
genauer zu arbeiten. Der einzigartige Gleitmechanismus minimiert Reibung
und erlaubt eine schnellere und komfortablere Ausrichtung der Zähne.
Das erlaubt längere Abstände zwischen Kontrollterminen und dadurch
weniger Behandlungstermine.
Gold-Brackets:
Ein attraktives Mode-Accessoire sind Brackets mit 24
Karat-Vergoldung kombiniert mit ebenfalls 24 Karat-vergoldeten Drähten.
Wer selbstbewusst zu seiner Zahnkorrektur steht, trägt damit eine sehr
edel wirkende Zahnspange!
Lingualbrackets: siehe „
Lingualtechnik“
Drähte
Moderne High-Tech-Drahtmaterialien aus Titan üben einen besonders
sanften, schonenden Druck aus, sind dadurch angenehmer und verkürzen
zudem die Behandlungsdauer: Die erwarteten Ergebnisse können innerhalb
kürzerer Zeit erreicht werden im Vergleich zur Behandlung mit
konventionellen Stahl-Drähten.
Schädigt eine Zahnspange die Zähne?
Nein, vorausgesetzt, unsere ausführlichen Pflegeanweisungen werden
eingehalten und die Mundhygiene ist so gut, dass nicht Beläge auf den
Zähnen und um die Brackets liegen bleiben.
Die Zahnpflege erfordert natürlich etwas mehr Mühe und Zeit, wenn eine feste Spange im Mund ist.
Um die Zähne zusätzlich zu schützen, ist es ratsam, beim Einsetzen
der Spange die Zahnoberfläche um die Brackets herum mit einem
durchsichtigen Lack dauerhaft zu versiegeln. Das nennt man
„Bracketumfeldversiegelung“.